Klönen und Klüddern!

Kommentiere gerne folgende Projektidee von BobenOp, Hürup:

Auf der Webseite des Hebewerks Eberswalde findet sich folgender Satz:

Das Offene TEchnoLOgie Labor – OTELO lebt von der Idee, Menschen einen offenen Raum für kreative und technische Aktivitäten zu ermöglichen. Eine Idee, die auf einen geschützten Entwicklungs- und Experimentierraum für experimentelles und gemeinsames Schaffen setzt. Eine Idee, die Anwendungsfelder aus Technik, Medien und Kunst öffnet und miteinander verbindet.

Sowas möchten wir auch hier! Ansätze gibt es schon:

Der Verein BobenOp hat mit der Ideenschmiede eine funktionierende Keimzelle für die Entwicklung von Ideen entwickelt, die über Hürup in die Region ausstrahlt. Humusreich, Unverpackt, Mitfahrbank, Tinyhouse-Parks – hier sind schon viele Projekte durchdacht worden und haben von hier Fahrt aufgenommen.

Wie funktioniert das?

Man kommt zusammen, werkelt und schnackt miteinander – und entwickelt dabei neue Gedanken, Konzepte und Projektideen.

Konsequent wäre dabei aber, aufkommende Ideen regelmäßig umfassend weiterzuentwickeln. Leider klappt das mit überschaubarer Teilnehmerzahl und Ressourcen nicht immer – und das ist vollkommen natürlich. Daher sind Synergien gefragt, um eine Region, die viele Teilräume in sich vereint, mit Hilfe vieler Projekte, vieler Netzwerke und vieler Menschen (!) zu entwickeln. Es bedarf eines offenen Systems, dass all dies zusammenführt. Wir würden gerne Menschen auch außerhalb Hürups gewinnen, um vielfältig, mit unterschiedlichsten Interessen, Erfahrungen, Ideen und Fähigkeiten in einem offenen Technologielabor und Team zusammenzuwirken und zu werken.

Ansätze wie sogenannte FabLabs, Reparaturcafes, usw. helfen bei der Verwirklichung einer derartigen laborartigen Werkstatt in größerer räumlicher Ausdehnung. Aber die Idee muss neu gedacht und gemeinsam entwickelt werden, um damit einer Vielzahl von Gemeinden eine erfolgreiche, beschleunigte und nachhaltigere Weiterentwicklung zu ermöglichen. Mit Hilfe einer modular entwickelten Software sollte es möglich sein, Wissen, Erfahrung, Ideen, Projekte und Güter in vielfältiger Form zu vernetzen, zusammenzubringen und zu verteilen. In so einem Prozess weiß man häufig nicht, dass die Ideen in der Region vielfältig geteilt werden, dass solche Erfahrungen gebraucht werden und dass entstehende Produkte nachgefragt werden. Es gibt aber viele Menschen und kleine Gruppen, die sich mit den Fragen unserer Zukunft beschäftigen und Antworten finden, die wir gemeinsam umsetzen könnten.

Kann die Digitalisierung da helfen? Wir sind ganz klar dieser Meinung: Denn eine App oder andere digitale Lösung als Rückgrat für eine weitgehende Vernetzung, eine mobile FabLab zum Klönen und Klüddern an verschiedenen Orten, ein offenes Konzept wie es von OTELO beschrieben wird, zu entwickeln, ist zwar eine Herausforderung. Aber es ist gleichzeitig auch ein lohnenswerter Ansatz, der auf alle Beteiligten und auf die gesamte Region ausstrahlt und hilft, Grenzen zu überwinden. Denn diese Grenzen in den Köpfen und Bewegungsradien verhindern heute viele gemeinschaftlich betreibbare Entwicklungen.

Und wo ist die „Werkstatt“? Instrumente wie 3D-Drucker, CNC-Maschinen, Lasercutter, Arduinos, IoT, SmartHome, SmartGardening, SmartAgriculture, usw. helfen dabei, neue Zusammenhänge und Kooperationen zu erzeugen und damit Leben und Arbeiten in den Dörfern wieder zusammenzuführen. Durch dieses Gemeinschaftskonzept – unter dem Begriff CCD (Community Driven Development) bekannt – ergeben sich für uns alle Chancen für neue Arbeitsverfahren und -strukturen. So können wir eine neue Identifizierung und eine neue Kultur für das lebendige Dorfleben schaffen.

Für wen?

  • alle, die im Austausch und als Team neue Projekte denken und entwickeln wollen
  • jede Fach- und Expertenrichtung ist willkommen
  • für unsere Region – um Besonderes zu bewahren und / oder wiederzubeleben (Erfahrungsbericht)

Nutzen

  • bei digitaler Vernetzung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Projektideen auch zur Umsetzung kommen
  • die Team-Arbeit verbreitert Netzwerke, Erfahrungsschatz, Umsetzungsmöglichkeiten – und räumliche Reichweite
  • Teile unserer Region wachsen in gemeinsamen Projekten zusammen

Bereits umgesetzte Meilensteine

  • Die Ideenschmiede in Hürup besteht bereits.
  • für die Zukunft bietet sie an:
    • thematische Ausweitung,
    • Aufbau einer mobilen Werkstatt-Einheit
    • Kooperationen für umfassenderen Wissens-, Werkzeug- und Instrumentenaustausch an
    • OpenSource ohne verschlossene Türen

Nächste Schritte

    • Mitstreiter finden: wer hat ein Interesse an einer FabLab / OTELO-Lab für die Region?
    • Offener Workshop am 14.7.21, 18 Uhr an der Flensburger Hochschule , um zu klären, wie wir ein FabLab entwickeln wollen
    • Ideen und Dokumente zusammentragen
    • Experten einladen
    • Motivation erzeugen
    • Kreative, künstlerische Aspekte und Spaß mit einbinden

Projektleitung

BobenOp Klima- und Energiewende e.V.
Hürup
e-mail

 

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