Komm nach Hause, wann Du willst!

Folgendes Szenario:

Es ist 23:00 Uhr, die Straßenbeleuchtung strahlt über allem, doch niemand ist auf der Straße.

Ist man allerdings nach Mitternacht im ländlichen Raum unterwegs, ist es stattdessen in den Straßen häufig zappen-duster.

Entscheidet sich eine Gemeinde für Dauerbeleuchtung, steigen nicht nur die Kosten, sondern weitere bekannte Probleme verstärken sich: Anhaltende Helligkeit ist eine Ursache für Schlafstörungen beim Menschen, Insektensterben oder gestörte Tag-Nacht-Zyklen vieler Tiere.

Abhilfe: Durch Knoop (plattdeutsch für Knopf) können die Bürger*innen selbst entscheiden, wann die Straßenleuchten angeschaltet werden. So wird Straßenbeleuchtung umweltschonend, stromsparend und flexibel.

Wie funktioniert das?

Knoop ist ein App-gesteuertes Beleuchtungssystem, das schon viele Gemeinden für sich nutzen. Die Straßenbeleuchtung jeder Gemeinde besteht aus ein oder mehreren Schaltkreisen, die um ein Knoop-Steuergerät ergänzt werden.

Per „Knoop-Druck“ wird vom Smartphone ein Signal an das Steuergerät der Straßenbeleuchtung gesendet. So werden die Leuchten für eine definierbare Dauer angeschaltet.

Für wen?

  • alle Bürger*innen
  • Gemeinden bis etwa 2000 Einwohner, bzw. etwa 10 Schaltkreise

Nutzen

  • Bedarfsgerechte und flexible Straßenbeleuchtung die ganze Nacht
  • Einsparung von Energie und Emissionen
  • Kommunale Kostenersparnis
  • Gestärktes Sicherheitsgefühl
  • Positive Effekte für die Tierwelt

Auszeichnungen

  • Digitalisierungspreis Schleswig-Holstein 2019
  • Preisträger yooweedoo Ideenwettbewerb 2018

Weitere Infos

www.knoop.sh
Youtube-Video und Presseberichte
Knoop Broschüre

Projektleitung

Sourceboat, Flensburg
https://sourceboat.com/work/knoop

 

2 Kommentare
  1. Henning Rasmussen sagte:

    Das halte ich für eine ganz spannende Sache. Ich habe selbst als GV in unserer Gemeinde gesessen und wir haben über das Thema lange Diskussionen geführt.

    Als weitere Anregung folgendes. Ist es nicht möglich die oder einige der Laternen so auszurüsten, dass es möglich ist sein E-Auto/Fahrrad aufzuladen? An Stelle von aufwendigen Ladestationen könnten so viel mehr Stationen eingerichtet werden.

    Antworten
  2. Heinrich Rode sagte:

    Grundsätzlich eine spannende Sache, eine Straßenlaterne mit einer App anzuschalten.

    Aber näher betrachtet, ist die Sache mit der App nicht zu Ende gedacht. Was macht denn der 80 jährige Opa, der kein Handy hat und nach dem Gesangstreffen mit seinen Mitstreitern im Dunkeln nach Hause gehen muß ?

    Sinnvoller ist in diesem Fall schon die Investition in sensorgesteuerte Straßenlaternen. Diese reagieren z. B. auf die Körperwärme eines Menschen, erkennen die Geschwindigkeit und Richtung und schalten dann die nächsten 2 oder 3 Laternen an. Da die Sensoren in entsprechender Höhe installiert sind, reagieren sie natürlich auch nicht auf Katzen, Hunde oder Füchse. Auf starken Regen übrigens auch nicht. Wenn der Mensch dann weiter gegangen ist, schalten die dann zurückliegenden Straßenlaternen wieder ab.

    Antworten

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